Frühjahr und Herbst -

Zeit zum Entschlacken (Ausleiten-Entgiften)

Warum Entgiften?

Wir Menschen kommen täglich mit den unterschiedlichsten Substanzen in Berührung. Dazu zählen Nahrungsmittel und Nahrungsmittelzusatzstoffe, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel ebenso wie Gebrauchsartikel aus verschiedenen Materialien. Viele Stoffe aus der Umwelt werden eingeatmet, über die Haut oder durch den Verdauungstrakt aufgenommen.

Folgende Stoffe können im Körper Krankheitsreaktionen hervorrufen:

  • Nahrungsmittelsubstanzen,

bedingt durch unvollständige Aufspaltung bei falschem Essen (Gutes Kauen als Voraussetzung für einen vernünftige Verdauung), sowie Nahrungsmittel-Zusatzstoffe, die im Körper Unverträglichkeiten auslösen.

  • Natürliche Inhalationsallergene wie Pollen, Schimmelpilzsporen und Hausstaub
  • Chemikalien, häufig vorkommend in Möbeln, Tepichen, Farben und Lösungsmitteln
  • Schwermetalle, freigesetzt durch Autos, Fabriken, oder auch Amalgam in Zahnfüllungen
  • Drogen, Alkohol, Nikotin und Medikamente
  • Elektro-Smog,  betroffen sind überwiegend übersäuerte und verschlackte Menschen.  Dies wäre eine Erklärung, warum manche Menschen darauf unterschiedlich reagieren. Eine andere Erklärung liegt in der individuellen Empfindlichkeit des Menschen.

Sehr wenige Menschen in der Industriegesellschaft verzehren ausschließlich frische und natürlich angebaute Nahrungsmittel aus der Landwirtschaft; ein Großteil ersetzt die Grundnahrungsmittel durch Fertigprodukte. Damit werden eine Reihe von Lebensmittelzusatzstoffen aufgenommen. Diese können den Organismus unnötig beeinträchtigen. Auch der übermäßige und einseitige Verzehr tierischer Produkte kann zu weiteren Belastungen führen.

Jeder Mensch, vom Säugling bis zum Greis, muss sich täglich mit diesen Einflüssen auseinandersetzen. Für den Körper bedeutet dies eine erhebliche Mehrbelastung, denn körperfremde Stoffe, seien sie chemischer Art, seien es Bakterien oder andere Mikroorganismen, werden durch den Abwehrmechanismus des Körpers vernichtet. Eigens dafür bestimmte Abwehrzellen kreisen den Fremdkörper ein und machen ihn unschädlich.

Das Bindegewebe ist der Bereich, durch den die Zellen und Organe mit allen Stoffen versorgt werden. Ist dieser Raum durch Ablagerungen in seiner Funktion gestört, können Zellen und Organe nicht mehr richtig arbeiten. Die Giftstoffe können dann in Blut und Gewebe übertreten. Damit entsteht eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung chronischer Krankheiten. Körperfremde Eiweiße, z. B. Bakterien und körpereigene Zerfallsprodukte, wie sie in Krankheitsherden entstehen, werden von den Bindegewebszellen aufgenommen und verdaut. Fremdstoffe und Umweltgifte werden im Bindegewebe abgefangen und in nicht mehr reaktionsfähige Verbindungen umgewandelt. Eine stark eiweißreiche Kost führt ebenso zu Ablagerungen und Verdickungen im Bindegewebe.

Vor Beginn einer Therapie von Erkrankungen ist es oft nötig, die vernachlässigten "Kanäle" zu öffnen, um die Reinigung des Bindegewebes zu erreichen und damit möglicherweise vorhandene Hindernisse der Therapie zu beseitigen.

Die Naturheilkunde verfügt über eine Reihe von Möglichkeiten um diese Aufgabe zu lösen. Die Umsetzung erfolgt durch Fastenkuren, Ausscheidungskuren oder Diäten auf den verschiedensten Ebenen.

Grundsätze bei Entgiftung und Ausleitung

Bei der Ausleitung und Entgiftung sollen folgende Grundsätze beachtet werden:

  • Die Energie im Menschen muss vorhanden sein:

Entgiftung und Ausleitung aus dem Körper sind anstrengende Vorgänge und benötigen Energie. Deshalb sollte nach kräftezehrenden Krankheiten, sowie bei alten Menschen erst der Energiehaushalt reguliert werden. Dazu stehen geeignete Mittel zur Verfügung.

  • Jahreszeit berücksichtigen:

Im Frühjahr und Herbst, den sogenannten Umstimmungsjahreszeiten, ist die sinnvollste Zeit für eine Entschlackung. Religiöse Fastenkuren und naturheilkundliche Denkmodelle berücksichtigen dies. Dazu zählt die klassische Frühjahrskur zur Reinigung des Blutes und zum Blutaufbau nach dem Winter. Ebenso die klassische Herbstkur zur Schlackenausscheidung als Vorbereitung für den Winter. Früher übliche Aderlässe zur Blutreinigung wurden ebenfalls in dieser Zeit vorgenommen.

Als Folge des jahreszeitlichen Einflusses empfiehlt sich eine Anpassung der Dosierung von Ausleitungs- und Entgiftungstherapien: In den Umstimmungszeiten kann höher, in den anderen Jahreszeiten sollte zurückhaltender dosiert werden, um Reaktionen aufgrund einer übermäßigen Entgiftung zu vermeiden.

  • Die Ausscheidungswege (Kanäle) müssen offen sein:

1. Täglichen Stuhlgang gewährleisten:.

Über den Tag verteilt  mindestens 2 Liter Neutral-Flüssigkeit trinken. Regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls hohe Einläufe unterstützen die Stuhlausscheidung. Eine besonders wirkungsvolle Methode ist die Colon-Hydro-Therapie. Vorsicht bei Abführmittelmissbrauch, schädigt die Leber.

Die Stuhlausscheidung wird durch geeignete naturheilkundliche Mittel gefördert.

2. Nierenfunktion beachten. Die Ausleitung über die Nieren erfordert die Zufuhr größerer Flüssigkeitsmengen. Zur ausreichenden Schlackenausscheidung benötigt der menschliche Organismus etwa 1,5 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag in geeigneter Form, z.B.Heil oder Quellwasser.

Harnfördernde Nahrungsmittel sind vor allem Spargel, Selleriesaft, Zwiebel, Dill und Kresse.

Zur Verbesserung der Nierenfunktion und bei chronischen organisch manifestierten Nierenkrankheiten stehen geeignete Mittel zur Verfügung.

3. "Hautatmung" regulieren. Neben Bronchien und Lungen sowie den Darmschleimhäuten gehört auch die Haut zu den "Atmungsorganen". Diese Aufgabe übernehmen hauptsächlich die Hautporen. Sie scheiden Festes (abgestorbene Hautzellen), Flüssiges (Schweiß) und Gasförmiges (Geruch) aus. Die Haut ist in der Lage, Ausscheidungsstörungen innerer Organe teilweise auszugleichen. Andererseits kann die Änderung der Hautatmung auch Reaktionen innerer Organe auslösen wie z.B.: Gastritis, Durchfall oder rheumatische Reaktionen.

Zur Regulierung der Hautatmung gibt es verschiedene naturheilkundliche Möglichkeiten.

4. Menstruationsblutung sollte dem Alter entsprechend vorhanden sein. Sehr starke Blutungen stellen eine sehr starke Entgiftung dar.

Ist die Periode durch Unterleibsoperationen frühzeitig ausgefallen, kann der Therapeut durch ein naturheilkundliches Verfahren zur Anregung der Entgiftung und zur hormonellen Situation beitragen.

5. Lunge als Ausscheidungsorgan beachten. Eine normale Lungentätigkeit hat ebenso eine wichtige Entgiftungsfunktion wie eine normale Nasentätigkeit (Entgiftung über die Nasenschleimhäute).

Hier ist an eine Atemtherapie zu denken oder an reinigende Mittel im Lungengewebe.

  • Grundregeln bei Entgiftungskuren:

1. Achten auf eine ausgewogene reduzierte Ernährung.

2. Ausreichendes Kauen (20- bis 30-mal pro Bissen) ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Verdauung.

3. Trinken von genügend Neutralflüssigkeit in Form von Wasser und Kräutertees. Dazu zählen nur Tees aus Löwenzahn, Brennnessel, Erdrauch, Wacholder oder Zichorie.

Die nötige Trinkmenge wird über folgende Berechnung ermittelt:

[Körpergewicht (kg) x 35] / 1000 = Liter an Neutralflüssigkeit / Tag.

Bei einem Körpergewicht von 72 kg sind etwa 2,5 Liter als Trinkmenge nötig.

4. Anpassen der Lebensweise, ausreichende Bewegung, keine Hetze im Alltag, Einhalten von Ruhezeiten!

5. Achten auf Kreislaufregulation, denn Entgiften strengt an.

Weitere Informationen auf Anfrage!

(eigener Bericht)